Münzfälschungen aus China

Welcher Sammler hätte nicht gerne ein 100-Fran­ken-Vreneli in seiner Sammlung. Vielleicht auch einen Fünfliber des Jahrgangs 1928 oder eine der seltenen Prägungen des Jahrgangs 1896. Das ist heute kein Problem mehr und kostet erst noch einen Pappenstiel. Seit geraumer Zeit sind auf Verkaufsplattformen wie z. B. eBay, Ricardo oder Alibaba Nachahmungen von raren, nicht mehr kursfähigen Sammlungsstücken erhältlich. Diese stammen in der Regel aus China und be­stehen meist aus unedlem Metall (Neusilber oder Messing). Manchmal sind sie leicht versilbert oder vergoldet. Während die Nachahmungen früher als Replikate angeboten und mit «Replica» oder «Copie» gestempelt wurden, fehlt heute auf den meisten Stücken eine entsprechende Bezeich­nung. Offenbar lassen sich gestempelte Münzen nur schlecht verkaufen. Auch sind die Angaben bezüglich Echtheit oft diffus.

Ohne Bezeichnung erfüllen Münznachahmungen den Tatbestand der Warenfälschung. Das heisst, wer solche Waren herstellt, einführt oder verkauft, macht sich strafbar. Für die Verfolgung dieser De­likte sind nicht Bundespolizei oder Swissmint zu­ständig, sondern die kantonalen Polizeibehörden.

Für den seriösen Sammler sollten ungestempel­te Replikate kein Thema sein. Er vermeidet da­mit, dass solche Stücke bei der Auflösung seiner Sammlung (z. B. durch die Erben) als echte Mün­zen in den Handel kommen, was zur Täuschung anderer Sammler oder zu Unannehmlichkeiten mit der Polizei führen kann.

Unser Rat: Kaufen Sie Ihre Sammlermünzen, ins­besondere teure Raritäten, bei einem vertrauens­würdigen Münzhändler. Sie ersparen sich damit Verluste und Enttäuschungen.


Quelle: Swissmint Mai 2017


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